Minenverlegesystem (MiV) 85 walkaround
Price
€ 5,00
Datenträger mit insgesamt 222 hochdetailierten Bildern vom Minenverlegesystem (MiV) 85 der Bundeswehr.
Manufacturer:
MNS-Militaerfotografie
SKU:
024
Datenträger mit insgesamt 222 hochdetailierten Bildern vom Minenverlegesystem (MiV) 85 der Bundeswehr mit einer Auflösung von 3872x2592 und 4912x3264 Pixel
Anzahl: 1 Datenträger
Die Abkürzung (MiV) 85 steht bei der Bundeswehr für den Minenverleger 85 (auch offiziell als Minenverlegesystem 85 bezeichnet).
Es ist das direkte mechanische Gegenstück zum Minenräumpanzer Keiler: Während der Keiler Minenfelder unter Panzerschutz beseitigt, wird der MiV 85 von den Pionieren genutzt, um schnell und effizient eigene Panzersperren im Boden zu verlegen.
Das System im Überblick
- Fahrzeugtyp: Es handelt sich um einen ungebremsten, einachsigen Radanhänger mit einem Gefechtsgewicht von knapp 3 Tonnen.
- Zugfahrzeug: Gezogen wird das System von einem militärischen Lastkraftwagen (heute meist der Lkw 15t mil gl Multi), welcher auf seiner Pritsche auch die Minenpakete transportiert.
- Die Minen: Verlegt wird primär die Panzerabwehrmine DM31 (eine schwedische Entwicklung, die auf magnetische Lageveränderungen reagiert). Ein Zugfahrzeug kann bis zu 720 dieser Minen mitführen.
Funktionsweise beim Verlegen
Das System benötigt eine zweiköpfige Bedienung (zusätzlich zum Kraftfahrer des Lkw) und arbeitet nach einem einfachen, aber effektiven Prinzip:
- Zuführung: Ein Soldat steht auf der Ladefläche des Lkw und legt die Minen per Hand auf eine Rutsche, die zum Anhänger führt.
- Aufreißen und Schärfen: Der Anhänger besitzt einen mechanischen Pflug, der die Grasnarbe bzw. das Erdreich bis zu einer Tiefe von 20 Zentimetern aufreißt. Während die Mine die Rutsche hinabgleitet, wird sie über eine mechanische Vorrichtung automatisch scharf geschaltet.
- Ablegen und Einebnen: Die scharfe Mine gleitet direkt in die gezogene Furche. Ein nachlaufender Einebner (zwei Metallbleche) schiebt das Erdreich sofort wieder über die Mine, sodass die Sperre für den Feind optisch unsichtbar ist.
Alternativ kann das System die Minen im sogenannten „offenen Verlegen“ auch einfach unverscharrt auf der Erdoberfläche ablegen.
Status in der Bundeswehr
Das System wurde ursprünglich Mitte der 1980er-Jahre eingeführt und im Jahr 2011 im Zuge von Sparmaßnahmen zunächst komplett ausgemustert. Aufgrund veränderter Sicherheitslagen reaktivierte die Bundeswehr das Minenverlegesystem 85 jedoch wieder, sodass eine begrenzte Stückzahl seither wieder fest zur Ausstattung der Panzerpionierbataillone gehört.
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