DKW Munga walkaround

DKW Munga walkaround

Price
€ 5,00

Datenträger mit insgesamt 137 hochdetailierten Bildern des DKW Munga 8 der Bundeswehr.

Manufacturer:
MNS-Militaerfotografie
SKU:
132
Datenträger mit insgesamt 137 hochdetailierten Bildern des DKW Munga 8 der Bundeswehr mit einer Auflösung von 4912x3264 Pixel

 

Anzahl: 1 Datenträger

Der DKW Munga war der erste in Großserie beschaffte Geländewagen der neugegründeten Bundeswehr. Zwischen 1956 und 1968 lieferte die Auto Union rund 31.000 Einheiten an die deutschen Streitkräfte, womit die Bundeswehr der mit Abstand größte Abnehmer dieses Fahrzeugs war. Beim Militär lief der Munga offiziell unter der logistischen Bezeichnung „Lkw 0,25 t gl“ (Lastkraftwagen, 0,25 Tonnen Nutzlast, geländegängig).
Der Weg zur Bundeswehr: Das Ausschreibungs-Wunder
Als die Bundesrepublik Deutschland ab 1954 den Aufbau eigener Streitkräfte plante, schrieb das zuständige Amt Blank (der Vorläufer des Verteidigungsministeriums) einen leichten, geländegängigen Pkw aus. In harten Truppenversuchen trat die Auto Union mit dem DKW gegen namhafte Konkurrenz an: 
  • Den Goliath Jagdwagen Typ 31 (Borgward-Konzern)
  • Den Porsche 597 „Jagdwagen“ 
Obwohl alle drei Hersteller Prototypen zur Erprobung lieferten, setzte sich der DKW F91/4 durch. Ausschlaggebend waren die einfachere, robustere Zweitakt-Technik sowie politische Unterstützung: Dem damaligen Verteidigungsminister Franz Josef Strauß wurde nachgesagt, den bayerischen Bewerber aus Ingolstadt bevorzugt zu haben. Die Serienproduktion für den Bund startete im Oktober 1956.
Typen und Verwendungszwecke im Dienst
Die Bundeswehr nutzte vorwiegend zwei der drei Munga-Varianten für spezialisierte Aufgaben im Dienstalltag: 
  1. Munga 4 (Viersitzer): Das Standardfahrzeug der Truppe. Es diente Generationen von Soldaten in der Ausbildung, als Kommando- und Erkundungsfahrzeug sowie bei den Feldjägern (Militärpolizei). 
  2. Munga 8 (Achtsitzer mit verlängerter Pritsche): Eingesetzt primär als Transportfahrzeug für Personal oder Sonderausrüstungen. Besonders bekannt ist die Version als Waffenträger: Bestückt mit einem rückstoßfreien 106-mm-Leichtgeschütz kam der Munga 8 ab Mitte 1965 in der Panzerabwehr zum Einsatz. Einige dieser Fahrzeuge waren sogar für den Abwurf per Lastenfallschirm aus Transportflugzeugen vorbereitet. Zudem gab es spezielle Sanitätsausführungen.

Das Ende einer Ära
Soldaten, die in den 1960er- und 1970er-Jahren dienten, erinnern sich bis heute an das charakteristische Zweitakt-Knattern und die dichte Abgasfahne bei Kolonnenfahrten. Da der Munga 1968 eingestellt wurde und der geplante binationale Nachfolger („Europa-Jeep“) scheiterte, sprangen der VW Typ 181 („Kübelwagen“) als Zwischenlösung und ab 1978 schließlich der VW Iltis als direkter Nachfolger ein. Die letzten Mungas wurden erst weit in den 1980er-Jahren endgültig ausgemustert.
 
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