Kraftkarren Kraka walkaround
Price
€ 5,00
Datenträger mit insgesamt 100 hochdetailierten Bildern des Kraftkarren (Kraka) Lkw 0,75 t gl Typ 640 der Bundeswehr.
Manufacturer:
MNS-Militaerfotografie
SKU:
108
Datenträger mit insgesamt 100 hochdetailierten Bildern des Kraftkarren (Kraka) Lkw 0,75 t gl Typ 640 der Bundeswehr mit einer Auflösung von 4912x3264 Pixel
Anzahl: 1 Datenträger
Der Kraftkarren Kraka (offizielle Bundeswehr-Bezeichnung: Lkw 0,75 t gl Typ 640) war ein geländegängiges, zusammenklappbares Kleinfahrzeug, das ab 1962 von der Zweirad Union (einer damaligen Tochtergesellschaft der Faun-Werke) entwickelt wurde. Ursprünglich für die Land- und Forstwirtschaft sowie den Katastrophenschutz konzipiert, wurde es ab den 1970er-Jahren als leichtes Transport- und Waffenträgerfahrzeug bei den Fallschirmjägern der Bundeswehr weltbekannt.
Technische Merkmale & Konzeption
- Zusammenklappbar: Mit wenigen Handgriffen ließ sich die Länge des Fahrzeugs von 2.780 mm auf 1.850 mm verkürzen, was den Transport auf engstem Raum ermöglichte.
- Luftverlastbarkeit: Der Kraka war speziell für den Lufttransport sowie den Fallschirmabwurf geeignet. Er konnte problemlos als Außenlast an Hubschraubern transportiert werden.
- Antrieb: Die Serienfahrzeuge für die Bundeswehr wurden von einem verlässlichen BMW-Boxermotor angetrieben, nachdem erste Prototypen noch einen Zweitaktmotor aus dem Goggomobil nutzten.
- Fahrkomfort: Legendär war das Fahrzeug für seinen spartanischen Aufbau – gänzlich ohne Wetterschutz oder nennenswerten Federungskomfort für die Besatzung.
Einsatz als Waffenträger
In der 1. Luftlande-Division der Bundeswehr diente der Kraka vor allem dazu, die Mobilität und Feuerkraft der Fallschirmjäger drastisch zu erhöhen. Dank einer variablen Ladefläche (140 x 140 cm) konnte das Fahrzeug mit verschiedenen Rüstsätzen ausgestattet werden:
- Panzerabwehr-Lenkflugkörpersysteme wie TOW oder MILAN
- 20-mm-Maschinenkanone (MK 20) zur Fliegerabwehr und Erdkampfunterstützung
- Mörser (120 mm) samt speziellem Munitionstransport
- Rüstsätze für den Sanitätsdienst (Krankenkraftwagen) oder als Funkfahrzeug
Bis in die 1990er-Jahre hinein blieb der Kraka im Dienst, bevor er durch das gepanzerte Kettenfahrzeug Wiesel ersetzt und ausgemustert wurde.
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