MAN 15t mil gl Patriot Launcher (LS) walkaround

MAN 15t mil gl Patriot Launcher (LS) walkaround

Price
€ 5,00

Datenträger mit insgesamt 121 hochdetailierten Bildern vom MAN KAT1 A1 15t mil gl Patriot Launcher (LS) der Bundeswehr.

Manufacturer:
MNS-Militaerfotografie
SKU:
028

Datenträger mit insgesamt 121 hochdetailierten Bildern vom Patriot Launcher (LS) auf MAN KAT1 A1 15t mil gl der Bundeswehr mit einer Auflösung von 3872x2592 Pixel

 

Anzahl: 1 Datenträger

Der KAT1 Patriot Launcher LS (Launching Station) ist die spezifische deutsche Ausführung der mobilen Abschussstation des Flugabwehrraketensystems MIM-104 Patriot. Während das US-Militär die Startgeräte größtenteils als Sattelauflieger betreibt, nutzt die Bundeswehr aus Gründen der Mobilität und Geländegängigkeit das hochgeländegängige, allradgetriebene militärische Großfahrzeug MAN KAT1 (Kategorie 1) als integriertes Trägerchassis.

Bei der
deutschen Luftwaffe bilden die mobilen Startgeräte (Launching Stations, LS) das Rückgrat der bodengebundenen Luftverteidigung. Die Bundeswehr betreibt ihre Patriot-Launcher im Vergleich zu vielen internationalen Partnern in einer hochmobilen, vollständig lkw-verlasteten Konfiguration.

Die Startgeräte sind organisatorisch in den Flugabwehrraketengeschwadern verankert und werden direkt vom zentralen Feuerleitstand (ECS) der Patriot-Staffel ferngesteuert.

Das Trägerfahrzeug: MAN KAT1A1 (15t mil gl)
Für das schwere Patriot-Startgerät kommt die größte Variante der MAN gl-Familie zum Einsatz:
  • Fahrgestell: Der MAN KAT1A1 15t mil gl (8x8) verfügt über vier permanent angetriebene Achsen.
  • Geländegängigkeit: Dank eines verwindungssteifen Kastenprofil-Rahmens und einer hochentwickelten Schraubenfederung kann das Fahrzeug selbst schwerstes Gelände bewältigen und mit mechanisierten Verbänden Schritt halten.
  • Antrieb: Ein luftgekühlter Deutz-V8-Dieselmotor mit Abgasturbolader leistet 400 PS (294 kW) und beschleunigt das tonnenschwere Gesamtsystem auf bis zu 90 km/h auf der Straße.
Taktische & Technische Konfiguration der Startstation
  • Autarker Betrieb: Das System ist permanent fest auf der Ladefläche verlastet. Am Heck des Lastkraftwagens befinden sich hydraulische Stützen, die vor dem Aufrichten des Startrahmens ausgefahren werden. Sie dienen der Nivellierung, um die Erschütterungen des Raketenstarts auszugleichen.
  • Stromversorgung: Jede Abschussstation trägt ein eigenes 15-kW-Aggregat zwischen Führerhaus und Abschussplattform, wodurch der Launcher völlig unabhängig vom Rest der Batterie mit Energie versorgt wird.
  • Modernisierung (M903): Die ursprünglichen deutschen KAT1-Launcher waren für die PAC-2-Raketen (vier Kanister) ausgelegt. Im Zuge der Kampfwertsteigerungen wurden die Startgeräte auf den M903-Standard hochgerüstet. Damit kann der KAT1-Lkw modernste PAC-3 MSE-Raketen im Mischbetrieb transportieren und abfeuern.
  • Verlegung: Durch das Lkw-Chassis ist das System extrem schnell verlegbar ("Shoot-and-Scoot"-Taktik im Verbund). Der Abbau, Marsch und erneute Aufbau im Zielgelände dauert mit einer eingespielten Besatzung nur wenige Stunden.
Kernmerkmale des Bundeswehr-Launchers
  • Die Fahrzeugplattform: Standardmäßig kommen hochgeländegängige MAN KAT1A1 (8x8) Lkw (15 Tonnen Militärklasse) zum Einsatz. Sie erlauben es den Startgeräten, selbst in schwerem Terrain schnell die Stellung zu wechseln ("Shoot-and-Scoot"), um gegnerischer Aufklärung zu entgehen. Bei künftigen Nachbeschaffungen und zulaufenden Systemen setzt die Bundeswehr zur Angleichung an den NATO-Standard vermehrt auch auf die US-Sattelauflieger-Variante.
  • Autonomie im Feld: Jeder deutsche Lkw trägt sein eigenes 15-kW-Stromerzeugungsaggregat sowie die Antennenmasten für den Datenfunk (DLT) zum Feuerleitstand. Dadurch kann das Startgerät kilometerweit entfernt vom Hauptradar aufgestellt werden, was die Angriffsfläche der gesamten Batterie minimiert.
  • Der aktuelle Rüststand (M903): Die Bundeswehr hat ihre Startgeräte umfassend modernisiert. Der modernste Standard M903 ermöglicht den Verschuss von älteren PAC-2-Abfangraketen (Splittergefechtskopf) und den hochentwickelten PAC-3 MSE-Lenkflugkörpern ("Hit-to-Kill"-Technologie gegen ballistische Raketen) im Mischbetrieb.
Technische Leistungsdaten des Bundeswehr-Startgeräts
 
  • Parameter: Spezifikation im deutschen Einsatz

  • Trägerchassis: MAN KAT1A1 15t mil gl (8x8)

  • Abschusswinkel: Fest eingestellt auf 38 Grad (hydraulisch aufgerichtet)

  • Besatzung: 2 Soldaten im Marsch (Startgeräteführer & Systembediener)

  • Maximale Beladung: Bis zu 4 PAC-2 oder 8 PAC-3-Raketen (straßenverkehrsrechtliches Maximum auf Lkw)

  • Einsatzbereitschaft: Unbemannt im aktiven Betrieb (vollautomatische Fernzündung durch ECS)

Personal und Aufgaben vor Ort
Obwohl der eigentliche Abschuss vollautomatisch aus der Distanz erfolgt, ist die Rolle des Startgeräteführers essenziell. Ein zweiköpfiges Team bringt das Fahrzeug in Stellung, fährt die hydraulischen Pratzen zur Nivellierung aus, schaltet die Generatoren ein und stellt die Funkverbindung her. Zudem steuern die Soldaten das Wiederaufmunitionieren der leeren Raketenbehälter mithilfe eines speziellen Kran-Lastkraftwagens.

 
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