ATF Dingo 1 u. 2 walkaround
Datenträger mit insgesamt 169 hochdetailierten Bildern vom ATF Dingo der Bundeswehr.
Datenträger mit insgesamt 169 hochdetailierten Bildern vom ATF Dingo der Bundeswehr mit einer Auflösung von 3872x2592
zu sehen sind:
- ATF Dingo 1
- ATF Dingo 2
Anzahl: 1 Datenträger
- Die Sicherheitszelle: Eine geschlossene Kabine aus Panzerstahl mit Verbundpanzerung (MEXAS) und Panzerglasscheiben, die Platz für fünf voll ausgerüstete Soldaten bietet.
- Der Minendeflektor: Ein V-förmiger Schutzboden aus hochfestem Stahl unter dem Chassis, der die Wucht einer Minenexplosion zur Seite ablenkt. Die Sitze der Besatzung sind zusätzlich vom Fahrzeugboden entkoppelt.
- Der Stauraum: Ein offener Heckbereich mit Plane und Spriegel, in dem Ausrüstung transportiert wird. Aus Gewichtsgründen ist dieser Bereich unarmgert, beherbergt jedoch im unteren Bereich den geschützten Kraftstofftank.
- Besatzung: 5 Personen (Fahrer, Kommandant, Richtschütze, 2 Passagiere)
- Gesamtgewicht: ca. 9,2 Tonnen
- Abmessungen: Länge: 5,43 m / Breite: 2,38 m / Höhe: 2,93 m
- Antrieb: Mercedes-Benz Dieselmotor mit ca. 166 kW (225 PS)
- Höchstgeschwindigkeit: ca. 90 bis 100 km/h
- Reifen: Run-Flat-Notlaufreifen mit zentraler Reifendruckregelanlage
- Schutzklassen: Die Sicherheitszelle schützt die Insassen zuverlässig gegen Beschuss aus Handfeuerwaffen (bis Kaliber 7,62 × 51 mm NATO) sowie gegen die Detonationswucht von bis zu 4 kg TNT. Eine spezielle IR-filternde Lackierung erschwert zudem die Ortung durch Wärmebildgeräte.
- Waffenstation: Auf dem Dach befindet sich eine mechanische, um 360° drehbare Waffenstation (KMW Typ 1530). Sie ist standardmäßig mit einem MG3 (7,62 mm) oder einer Granatmaschinenwaffe bestückt. Der entscheidende Vorteil: Die Waffe wird per Periskop und Fernbedienung direkt aus dem geschützten Innenraum abgefeuert.
Varianten des Dingo 1
- Gefechtsstand- / Feldjägerfahrzeug (z.B. für die Militärpolizei)
- EMU (Evakuierung, Medizinische Erstversorgung, Unfallaufnahme)
- Kuckuck (Variante für die Elektronische Kampfführung / ELOKA)
Das Allschutz-Transport-Fahrzeug (ATF) Dingo 2 ist ein hochgeschütztes, gepanzertes und luftverladbares MRAP-Radfahrzeug (Mine Resistant Ambush Protected), das von KNDS Deutschland (ehemals Krauss-Maffei Wegmann) auf dem modifizierten Fahrgestell des Unimog U 5000 gebaut wird. Es dient vorrangig für Patrouillen- und Spähfahrten sowie den sicheren Truppentransport unter hohem Schutz.
Technische Daten (Standardvariante)
-
Abmessungen: Länge ca. 6,20 m, Breite 2,39 m, Höhe 2,54 m (ohne Waffenstation).
-
Gewicht: Das maximale zulässige Gesamtgewicht beträgt je nach Version bis zu 13,1 Tonnen.
-
Antrieb: Ein Mercedes-Benz Dieselmotor mit 163 kW (222 PS) und einem Drehmoment von 810 Nm.
-
Leistung: Höchstgeschwindigkeit von ca. 90 km/h bei einer Reichweite von über 700 km.
-
Besatzung: Bietet Platz für einen Fahrer und bis zu 8 weitere Personen in der geschützten Kabine.
Schutz und Bewaffnung
-
Insassenschutz: Die modular aufgebaute Sicherheitszelle (unter anderem mit MEXAS-Verbundpanzerung) bietet exzellenten Schutz gegen Landminen, improvisierte Sprengfallen (IEDs), direkten Beschuss aus Handfeuerwaffen sowie gegen ABC-Kampfstoffe. Durch die V-förmige Gestaltung des Unterbodens werden Sprengkräfte seitlich abgelenkt.
-
Bewaffnung: Zur Selbstverteidigung verfügt der Dingo 2 über eine Fernbedienbare Leichte Waffenstation (FLW 100 oder FLW 200). Diese wird unter vollem Panzerschutz aus dem Innenraum bedient und kann mit einem MG3, MG5, einer 40-mm-Granatmaschinenwaffe oder einem schweren Maschinengewehr (.50 cal) bestückt werden.
Wichtige Varianten
Die Fahrzeugfamilie ist extrem modular aufgebaut und umfasst mehr als 15 verschiedene Versionen. Zu den bekanntesten gehören:
-
Patrouillen- und Sicherungsfahrzeug (PatSi): Die klassische Variante zur Überwachung und Sicherung.
-
Ambulanz / Sanitätsfahrzeug: Für den geschützten Transport und die Erstversorgung von Verwundeten.
-
Gefechtsstandfahrzeug (Command Post): Ausgerüstet mit erweiterten Führungssystemen und Funkantennen.
-
NC-Aufklärungsfahrzeug: Speziell ausgerüstet mit Sensoren zur Entdeckung atomarer und chemischer Kampfstoffe.
-
GSI (Gefechtsschadensinstandsetzung): Eine mobile Werkstatt für Reparaturen direkt im Einsatzgebiet.
Wesentliche Unterschiede und Daten
Dingo 1
-
Einführung: Im Jahr 2000 bei der Bundeswehr eingeführt.
-
Basis: Unimog U 1550 L.
-
Gesamtmasse: Ca. 8,8 bis 11,9 Tonnen (je nach Ausführung).
-
Länge: Ca. 5,45 Meter.
-
Hauptzweck: Lücke zwischen ungepanzerten Fahrzeugen (wie dem Wolf) und großen Transportpanzern (wie dem Fuchs) für Patrouillen- und Konvoifahrten in Krisengebieten geschlossen.
Dingo 2
-
Einführung: Ab 2004/2005 eingeführt (erster Großauftrag über 52 Fahrzeuge als Patrollien- und Sicherungsfahrzeug folgte 2005).
-
Basis: Weiterentwickeltes Unimog-Fahrgestell (meist Unimog U 5000).
-
Gesamtmasse: Bis zu ca. 12,5 – 12,6 Tonnen (höhere Nutzlast).
-
Länge: Ca. 6,1 Meter (längerer Radstand möglich).
-
Besatzung: Platz für bis zu 2 Personen vorne plus 8 Passagiere im hinteren Kampfraum (insgesamt 8–9 Personen je nach Konfiguration).
Gemeinsame Eigenschaften
-
Schutzkonzept: V-förmige Bodenwanne (V-Hull) und MEXAS-Panzerung bieten Schutz vor Minen, IEDs (Sprengfallen), Gewehrbeschuss und ABC-Kampfstoffen.
-
Bewaffnung: Unter Panzerschutz bedienbare Waffenstationen (z. B. MG3, MG5, schwere MGs im Kaliber .50 oder 40-mm-Granatmaschinenwaffe über Fernsteuerbare Leicht Waffenstation FLW 100 oder FLW 200).
-
Motorleistung: Dieselmotoren mit rund 160 bis 163 kW (ca. 218 bis 222 PS), Höchstgeschwindigkeit bei ca. 89 bis 90+ km/h.
-
Weitere Entwicklung: Mittlerweile existieren Nachfolgemodelle und Varianten wie der Dingo 3.