Gefechtsfeldbrücke (GFB) Leguan walkaround

Gefechtsfeldbrücke (GFB) Leguan walkaround

Price
€ 5,00

Datenträger mit insgesamt 274 hochdetailierten Bildern der Gefechtsfeldbrücke (GFB) Leguan der Bundeswehr.

Manufacturer:
MNS-Militaerfotografie
SKU:
147
Datenträger mit insgesamt 274 hochdetailierten Bildern der Gefechtsfeldbrücke (GFB) Leguan der Bundeswehr mit einer Auflösung von 4912x3264 Pixel

 

Anzahl: 1 Datenträger

Der Brückenlegepanzer Leguan (offiziell bei der Bundeswehr als Gefechtsfeldbrücke (GFB) bezeichnet) ist eines der weltweit modernsten militärischen Brückensysteme. Hergestellt von KNDS Deutschland (ehemals Krauss-Maffei Wegmann), dient er Panzerpionieren dazu, Geländehindernisse wie Gräben oder Gewässer im Gefecht schnell zu überwinden. Er löst schrittweise das veraltete Vorgängersystem Biber ab.
Technische Kernkompetenzen und Fahrgestell
Das System basiert in der schwer gepanzerten Version für die Bundeswehr auf dem Fahrgestell des Kampfpanzers Leopard 2. Dadurch besitzt der Leguan die gleiche Mobilität und das gleiche Schutzniveau wie die vordersten Kampfpanzer-Verbände, denen er den Weg bahnen soll.
  • Taktischer Vorteil: Im Gegensatz zu anderen Systemen verlegt der Leguan seine Brücken im horizontalen Freivorbauverfahren. Da die Brücke waagerecht ausgefahren und nicht hochkant aufgestellt wird, bleibt die Silhouette des Fahrzeugs extrem niedrig und für den Feind schwer aufzuklären.
  • Tragfähigkeit: Das System entspricht der hohen militärischen Lastenklasse MLC 80. Es trägt regulär Kettenfahrzeuge bis über 70 Tonnen und in Ausnahmen bis zu 90 Tonnen. Damit ist gewährleistet, dass auch modernste, schwere Kampfpanzer wie der Leopard 2 A7 oder der zukünftige Leopard 2 A8 die Brücke problemlos passieren können. 
Brückenkonfigurationen
Ein Leguan-System verfügt über hohe Flexibilität durch verschiedene Brückenmodule, die je nach Bedarf vom Kommandanten ausgewählt werden:
  • 1x 26-Meter-Brücke: Ermöglicht das Überspannen von Hindernissen bis ca. 24 Meter Breite.
  • 2x 14-Meter-Brücken: Können alternativ transportiert und nacheinander an zwei kleineren Hindernissen ausgelegt werden.
  • Überlappendes Verlegen: Mehrere Brücken lassen sich im Verbund kombinieren (z.B. eine 26-Meter- mit einer 14-Meter-Brücke), um Gesamthindernisse von bis zu 35 Metern zu überwinden.
Technische Daten im Überblick
  • Besatzung: 2 Personen (Kommandant und Fahrer)

  • Gefechtsgewicht: ca. 63 bis 64,5 Tonnen (je nach Konfiguration)

  • Motorleistung: 1.103 kW (1.500 PS)

  • Geschwindigkeit: bis zu 68 km/h

  • Verlegezeit: ca. 5 Minuten (völlig automatisiert unter Panzerschutz)

  • Aufnahmezeit: ca. 7 Minuten

  • Nachtsichtfähigkeit: Integrierte Kameras, Wärmebildgeräte und Laserentfernungsmesser

Das System ist hochgradig international standardisiert. Es wird weltweit von weit über 20 Armeen genutzt – neben Deutschland unter anderem auch von den USA, Finnland, der Schweiz, Schweden, Litauen und Belgien. Letztere setzen das System teils auch auf hochgeländegängigen Radfahrzeug-Plattformen (z. B. 10x10-Lkw) ein.
 
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